Die geplante mehrmonatige Vollsperrung der Hauptstrecken nach Mannheim ab Juli 2028 könnte zur vollständige Abkopplung der Landeshauptstadt vom Schienenfernverkehr führen. Die Grünen mahnen an, dass nicht erst reagiert werden darf, wenn die Sperre Realität ist, sondern dass der sofortige Ausbau der Direktverbindungen von Saarbrücken nach Karlsruhe über das französische Schienennetz erforderlich ist. Schienenersatzverkehr in Form von Busfahrten lehnen die Grünen ab. Sie warnen davor, dass eine achtmonatige Sperrung auf einer europäischen Magistrale nicht mit Bussen kompensiert werden könne.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass Saarbrücken 2028 plötzlich am Pranger steht, weil es keine funktionierenden Alternativrouten gibt. Die Wirtschaft warnt bereits heute vor einem ernsten Standortproblem – zu Recht. Aber anstatt nur zu klagen, müssen wir die Chance ergreifen und jetzt die französische Route zur tragfähigen Säule machen.“, sagt Jose Ignacio Rodriguez Maicas
Die Grünen verweisen darauf, dass eine Strecke Saarbrücken – Strasbourg – Karlsruhe bereits existiere, elektrifiziert sei und von grenzüberschreitenden Zügen genutzt werde. Was fehle, sei ein konzertierter Ausbau der Kapazitäten sowie eine echte, regelmäßig getaktete Verbindung, die Saarbrücken direkt an den baden-württembergischen Wirtschaftsraum und den Hochgeschwindigkeitsknoten Karlsruhe anbinde.
„Karlsruhe ist genau so gut an den Fernverkehr angebunden wie Mannheim – als Knoten für ICE, IC und TGV. Es gibt keinen Grund, warum Saarbrücken bei der Sperrung der Mannheimer Strecke in die Isolation geraten sollte. Die französische Umleitungsroute über Straßburg führt uns direkt dorthin, wo wir hinmüssen.“
Die Grünen fordern im Detail einen attraktiven Taktfahrplan auf der Route Saarbrücken–Karlsruhe über Frankreich, idealerweise beginnend zum Fahrplanwechsel 2027. Dazu gehören Kapazitätsausbau auf der französischen Seite, insbesondere zwischen Forbach, Metz und Straßburg, durchgehende Ticketierung sowie die Beteiligung der Europaregion SaarLorLux und des Eurodistrikts an einer gemeinsamen politischen Initiative gegenüber Bund, Ländern, DB und SNCF., betont er weiter.
„Das ist nicht nur eine Frage der Krisenbewältigung. Es ist eine Frage der Zukunftsperspektive unseres Eurodistrikts. Eine gut ausgebaute Verbindung über Frankreich macht Saarbrücken zur Drehscheibe im grenzüberschreitenden Schienenverkehr – über die Sanierung hinaus, langfristig und nachhaltig.“, fasst Rodriguez-Maicas abschließend zusammen.
Bahnstrecke nach Mannheim wird gesperrt
Ab Juli 2028 sperren sie die Bahnstrecke nach Mannheim. Das ist ein großes Problem für Saarbrücken. Die Stadt könnte dann keine Fernzüge mehr bekommen.
Die Grünen sagen: Man muss jetzt schon handeln. Man sollte eine neue Zugstrecke bauen. Diese Strecke geht über Frankreich. Sie verbindet Saarbrücken direkt mit Karlsruhe.
Busse statt Züge? Das lehnen die Grünen ab. Acht Monate ohne Züge – das können Busse nicht ersetzen.
José Ignacio Rodriguez Maicas sagt: „Wir dürfen nicht warten. Die Wirtschaft hat Angst. Aber wir müssen aktiv werden. Wir müssen jetzt die französische Route ausbauen."
Die französische Strecke existiert schon
Eine Bahnstrecke Saarbrücken – Straßburg – Karlsruhe gibt es bereits. Sie ist auch elektrifiziert (mit Strom versorgt). Züge fahren da schon. Aber es ist nicht genug.
Man braucht: mehr Züge und bessere Fahrpläne. Dann können mehr Züge fahren. Das verbindet Saarbrücken besser mit Karlsruhe.
Rodriguez Maicas sagt: „Karlsruhe hat gute Zugverbindungen. Warum nicht auch Saarbrücken? Die französische Route ist die Lösung."
Das fordern die Grünen
- Bessere Fahrpläne auf der Route Saarbrücken – Karlsruhe über Frankreich
- Start: 2027
- Mehr Züge auf der französischen Strecke
- Ein Ticket für die ganze Fahrt
- Zusammenarbeit der Länder und Bahnfirmen
Rodriguez Maicas sagt zum Schluss: „Das ist nicht nur eine schnelle Lösung. Das ist die Zukunft. Eine gute Zugverbindung über Frankreich macht Saarbrücken wichtig. Das hilft langfristig."