Als direkte Konsequenz aus den jüngsten, extremen Hitzewellen fordert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Regionalversammlung Saarbrücken von der Verwaltung, dass bis zum Ende der Herbstferien 100 zusätzliche Bäume auf den Schulhöfen im Regionalverband gepflanzt werden. Durch gezielte Auswahl hitzeresistenter Baumarten können die Schulhöfe langfristig beschattet werden, eine nachhaltige Maßnahme, die nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessert, sondern auch das Mikroklima in den jeweiligen Städten und Gemeinden positiv beeinflusst.
„Schulen sind Orte, an denen Kinder sich sicher und wohlfühlen müssen, auch bei extremer Hitze. Das aktuelle Tempo mit dem Hitzeschutzmaßnahmen umgesetzt werden, reicht nicht aus.“, so Anne Lahoda. „Die Beschattung durch Bäume ist eine der effektivsten und kosteneffizientesten Möglichkeiten, um gegen Hitze anzugehen. Wir investieren damit gleichzeitig in den Klimaschutz für kommende Generationen. Ein beschatteter Schulhof ist eigentlich kein Luxus. Wir müssen jetzt schon handeln, um für die Zukunft vorbereitet zu sein.“
Neben der langfristig angelegten Begrünung forderten die Grünen jedoch auch schnelle Hilfe für besonders belastete Schulen. Die Fraktion schlägt vor, Vernebelungsanlagen auf Schulhöfen zu installieren, um während der Pausenzeiten eine direkte Absenkung der Temperatur in der Umgebung zu gewährleisten. Für Klassenzimmer, die keiner ausreichenden natürlichen Kühlung zugänglich seien, sollen mobile Klimageräte bereitgestellt werden, sofern keine geeigneten Raumkonzepte vorhanden sind, um vernünftigen Unterricht bei den in den kommenden Tagen zu erwartenden Temperaturen zu ermöglichen.
Anne Lahoda zeigte sich besorgt über die aktuelle Situation vieler Schulgebäude. „Viele unserer Schulen stammen aus einer Zeit, in der Klimatisierung nicht zum Standard gehörte. Die heutigen Hitzetage zeigen uns deutlich, dass wir nachrüsten müssen. Ein sinnvoller Unterricht ist nicht möglich, wenn im Klassenzimmer Temperaturen von 30 Grad und mehr herrschen. Gerade für Schulen ohne ausreichende natürliche Schattenstrukturen oder mit älteren Gebäuden müssen dringend Lösungen gefunden werden.“
Die Fraktion appelliert an die zuständige Verwaltung, gemeinsam mit den Schulen einen schnellen Umsetzungsplan zu erstellen. Ein entsprechender Antrag soll noch vor den Wahlen in der nächsten Sitzung der Regionalversammlung behandelt werden. „Die Lage ist sehr dringend. Die Neuwahlen dürfen nicht dazu führen, dass wir die Zeit verlieren“, stellte Anne Lahoda klar. „Wir brauchen jetzt Entschlossenheit, nicht endlose Planungsphasen, während die nächste Hitzewelle bereits am Horizont steht.“