Hitzewellen und immer längere sommerliche Hitzeperioden machen deutlich: Auch Püttlingen muss sich auf die Folgen des Klimawandels einstellen.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will deshalb den von ihr geforderten Hitzeaktionsplan konsequent mit konkreten Maßnahmen hinterlegen. Ein wichtiger Schritt ist der Antrag zur schrittweisen Entsiegelung geeigneter Parkflächen und zur Schaffung zusätzlicher Baumpflanzungen – insbesondere auf dem Burgplatz.
Bereits mit ihrem Konzept für einen Hitzeaktionsplan haben die GRÜNEN deutlich gemacht, dass Hitzeschutz mehr sein muss als eine Sammlung guter Absichten. Insbesondere der Bereich „Städtebauliche Anpassung (Verhältnisprävention)“ zeigt, wo dauerhaft angesetzt werden muss: bei der Gestaltung unserer öffentlichen Räume. Versiegelte Flächen speichern Wärme, bieten keinen Schatten und lassen Regenwasser kaum versickern. Bäume, Grünflächen und wasserdurchlässige Flächen können dagegen das Mikroklima verbessern, Schatten spenden und Regenwasser aufnehmen. „Unser Hitzeaktionsplan wird kein beschriebenes Papier bleiben. Er wird Schritt für Schritt in konkrete Projekte übersetzt werden“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Martina Gillet. „Mit der Entsiegelung geeigneter Parkflächen wollen wir genau diese Verbindung herstellen: zwischen einer langfristigen Strategie und sichtbaren Veränderungen vor Ort.“
Der Burgplatz bietet dafür eine besondere Chance. Er könnte als Pilotprojekt zeigen, wie ein zentraler öffentlicher Raum klimaangepasst, barrierefrei und gleichzeitig funktionsfähig gestaltet werden kann. Vorgesehen ist nicht, Parkplätze pauschal abzuschaffen. Vielmehr soll zunächst transparent geprüft werden, welche Stellplätze tatsächlich benötigt werden und wo eine teilweise Neuordnung möglich ist. Eine Parkraumbilanz soll dabei ebenso berücksichtigt werden wie die Bedürfnisse von Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden, Besucherinnen und Besuchern sowie mobilitätseingeschränkten Menschen.
Auf dem Burgplatz könnten nach Vorstellung der GRÜNEN unter anderem großkronige, klima-resiliente Bäume, großzügige unversiegelte Baumstandorte und wasserdurchlässige Materialien zum Einsatz kommen. Das schafft Schatten, verbessert das Mikroklima und hilft dabei, Regenwasser vor Ort aufzunehmen.
„Wir wollen keine ideologischen Lösungen, sondern eine vernünftige Abwägung“, betont Martina Gillet. „Barrierefreie Stellplätze, Lieferzonen, Rettungswege und notwendige Zufahrten müssen selbstverständlich gesichert
bleiben. Aber dort, wo Flächen anders genutzt werden können, sollten wir diese Chance auch nutzen.“
Für die GRÜNEN ist klar: Klimaanpassung beginnt nicht irgendwann, sondern bei den Entscheidungen, die heute über die Gestaltung unserer Stadt getroffen werden. Der Hitzeaktionsplan gibt dafür die Richtung vor. Mit der konkreten Umgestaltung des Burgplatzes und weiterer geeigneter Flächen soll nun der nächste Schritt folgen.
„Wir wollen zeigen, dass politische Konzepte nicht in Schubladen verschwinden, sondern Grundlage für konkretes Handeln sind. Der Burgplatz kann ein sichtbares Zeichen dafür werden, dass Püttlingen den Hitzeschutz ernst nimmt und unsere öffentlichen Räume fit für die Zukunft macht“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Ernst.
Hitze in Püttlingen: Was wir tun müssen
Die Sommer werden immer heißer. Auch Püttlingen muss sich darauf vorbereiten. Die Grünen wollen einen Plan gegen die Hitze machen. Sie wollen konkrete Dinge ändern.
Ein wichtiger Schritt: Parkplätze sollen weniger werden. Stattdessen pflanzen wir mehr Bäume. Besonders auf dem Burgplatz.
Warum Bäume und Grün wichtig sind
Asphalt und Beton speichern Wärme. Sie geben keine Schatten. Regenwasser kann nicht eindringen.
Bäume und grüne Flächen helfen: Sie geben Schatten. Sie machen die Luft kühler. Sie nehmen Regenwasser auf.
Martina Gillet sagt: „Unser Plan wird nicht nur Worte sein. Wir machen konkrete Projekte daraus. Der Burgplatz ist der erste Schritt."
Der Burgplatz als Beispiel
Der Burgplatz soll sich verändern. Er zeigt, wie es funktioniert. Er wird kühler, grüner und besser für alle.
Wir schaffen aber nicht einfach alle Parkplätze ab. Wir prüfen genau: Welche Plätze brauchen wir wirklich? Wo können wir Bäume pflanzen?
Alle Menschen berücksichtigen
Wir denken an: Menschen mit Behinderung, Lieferwagen, Rettungswagen und Menschen, die in der Nähe wohnen.
Dr. Michael Ernst sagt: „Wir zeigen: Gute Ideen werden Wirklichkeit. Püttlingen nimmt Hitzeschutz ernst."