Grüne fordern 4-Wochen-Sofortprogramm gegen Hitze
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vom 29. Juni 2026
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Regionalversammlung fordert ein Sofortprogramm zum Schutz der Bevölkerung vor extremer Hitze. Die erste Hitzewelle dieses Sommers habe gezeigt, dass die Menschen nicht auf langfristige Konzepte warten können. Benötigt würden Maßnahmen, die innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden können.
„Die nächste Hitzewelle kommt nicht erst in einigen Jahren, sondern wahrscheinlich schon in wenigen Wochen. Deshalb brauchen wir jetzt ein unbürokratisches Sofortprogramm. Die Menschen erwarten zu Recht, dass gehandelt wird“, erklärt Anne Lahoda, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Regionalversammlung.
Nach Auffassung der Grünen gibt es zahlreiche Maßnahmen, die ohne lange Planungs- und Genehmigungsverfahren umgesetzt werden können. Der Schwerpunkt müsse darauf liegen, Menschen während extremer Hitze schnell und unkompliziert zu unterstützen. Dafür brauche es eine enge Zusammenarbeit zwischen Regionalverband, Städten, Gemeinden und lokalen Partnern.
„Bis zur nächsten Hitzewelle müssen alle Kommunen deutlich sichtbar auf kühle öffentliche Räume hinweisen – etwa Bibliotheken, Rathäuser oder andere klimatisierte Gebäude. Diese Orte müssen während Hitzeperioden verlässlich geöffnet und leicht auffindbar sein. Gleichzeitig brauchen wir an besonders stark frequentierten Orten mobile Trinkwasserstationen, damit niemand wegen der Hitze auf Wasser verzichten muss. Darüber hinaus sollte die Gastronomie eingebunden werden und das kostenlose Auffüllen von Trinkflaschen ermöglichen“, sagt sie weiter.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen und Personen, die in kleinen oder stark aufgeheizten Wohnungen leben. Für sie können wenige Grad Temperaturunterschied bereits einen großen Unterschied für die Gesundheit bedeuten. Deshalb wollen die Grünen den Zugang zu kühlen Aufenthaltsorten so einfach wie möglich machen.
„Wir sollten unbürokratisch ermöglichen, dass ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen und andere besonders vulnerable Gruppen an Hitzetagen kostenlos öffentliche Schwimmbäder oder klimatisierte Museen besuchen können. Das ist eine einfache und schnelle Maßnahme, die unmittelbar zum Gesundheitsschutz beiträgt“, ergänzt Anne Lahoda.
Die Grünen betonen zugleich, dass kurzfristige Hilfe allein nicht ausreicht. Neben einem Sofortprogramm brauche es einen langfristigen Umbau der Städte und Gemeinden, damit sie besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen können. Beides müsse zusammengedacht werden: schnelle Hilfe für den kommenden Sommer und konsequente Investitionen für die Zukunft.
„Nur Hitzeaktionspläne zu erstellen löst das Problem nicht. Die Pläne müssen auch umgesetzt werden. Außerdem brauchen die Menschen sofort sichtbare Hilfe vor Ort. Hinweisschilder, Trinkwasser und kühle Rückzugsorte können innerhalb weniger Wochen organisiert werden. Genau darum muss es jetzt gehen. Wir brauchen jetzt zwei Geschwindigkeiten: Sofortmaßnahmen, die Menschen schon bei der nächsten Hitzewelle schützen, und gleichzeitig eine konsequente Klimaanpassung für die kommenden Jahre. Dazu gehören mehr Bäume, begrünte Fassaden und Dächer, zusätzliche Trinkwasserbrunnen sowie die Entsiegelung aufgeheizter Flächen. Öffentliche Gebäude müssen Schritt für Schritt so modernisiert werden, dass sie auch an Hitzetagen sichere Aufenthaltsorte bleiben – mit Verschattung, guter Dämmung und dort, wo es notwendig ist, klimafreundlichen Kühlsystemen in Verbindung mit Photovoltaik. Wer heute in Hitzeschutz investiert, schützt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern macht unsere Städte und Gemeinden dauerhaft lebenswerter“, so Lahoda abschließend.
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